
Etiquette-Kampagne
Mehr Rücksicht im Nahverkehr
Inge Bartels (KCM)
Unsere Fahrgäste sind verschiedenen Faktoren beim Bus- und Bahnfahren ausgesetzt, die das Fahren im öffentlichen Nahverkehr unangenehm machen können. Dazu zählen Verspätungen, Zugausfälle aufgrund von Baustellen und Personalknappheit, die man als Fahrgast nicht beeinflussen kann. Verstärkt werden diese Belastungen durch Mitfahrende, die z. B. den Platz neben sich mit einer Tasche versperren, laut telefonieren oder im Zug essen und den Müll liegen lassen.
Mit unserer Etiquette-Kampagne wollen wir Verhaltensnormen stärken, die Fahrtqualität spürbar verbessern, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bus und Bahn fördern und Beschäftigte entlasten.
Das Verhalten in Bus und Bahn zu verändern, ist eine kommunikative Herausforderung, weil wir mit unserer Kampagne alle Fahrgäste erreichen müssen, ohne mit erhobenem Zeigefinger zu kommunizieren. Es wurden zwei Kampagnenansätze entwickelt, die auf niedliche beziehungsweise freundliche Motive setzen. Schließlich haben wir uns für einen der Ansätze entschieden, den wir in dieser Form bislang noch nicht gesehen hatten. Seine reduzierte Art bringt die Botschaft klar auf den Punkt.
Im weiteren Verlauf der Entwicklung haben wir lange über die Übersetzung dieser Aussagen in andere Sprachen diskutiert, uns jedoch nur für eine englische Variante der Motive an Flughäfen und Bahnhöfen entschieden. Alle anderen Sprachen kamen für uns aus Gründen der Gleichbehandlung nicht in Frage.
Anfang Juli sind wir mit der Kampagne gestartet. Neben Außenwerbung wie City-Light-Poster und Infoscreens an Bahnhöfen und Haltestellen kamen außerdem Seitenscheibenaufkleber in Bussen und Bahnen sowie Posts auf Social Media zum Einsatz. Im November wird die Kampagne für einen weiteren Monat laufen.







