
Wandern in NRW
Der Freizeit-Dauerbrenner geht in die Saison 2025
Mathias von Kutzleben (KCM)
Spazieren gehen und sich in der Natur aufhalten sind nach „unterwegs mobil telefonieren“ auf den Plätzen 2 und 3 der beliebtesten Outdooraktivitäten. Kein Wunder also, dass Wandern noch immer im Trend liegt und „NRW entdecken“ zu unseren beliebtesten Kampagnen gehört. Und auch deshalb haben wir in diesem Jahr wieder den Wanderbahnhof NRW gekürt! Unsere Wander-Influencer*innen Rebecca Schirge, Matthias Berns und Familie Schöps sind unermüdlich und haben für die Kategorien Urban, Natur und Erlebnis wieder jeweils drei kurzweilige Touren entwickelt. Getreu dem Motto „Bis an die Grenzen und darüber hinaus“ bewegt sich die Kampagne in diesem Jahr an den Rändern NRWs und in einem Fall sogar bis zu unseren niederländischen Freund*innen. So finden sich die Touren 2025 eher an den Grenzen des Bundeslandes, wie z. B. in Höxter, Mechernich, Mettingen, Hückelhoven und Nijmegen/Kleve. Schon länger spielt dabei die Multimodalität eine wichtige Rolle. Vor allem in den Städten denken wir bei der Tourenplanung neben dem klassischen ÖPNV auch Leihsysteme wie E-Scooter, Fahrräder, Lastenbikes und Carsharing mit. Aber auch die ländlicheren Regionen stellen sich dabei immer besser auf und bieten in der Fläche oder in den hügeligen Regionen E-Leihrad-Pools an.
Unterwegs im Land der unentdeckten Möglichkeiten
Alle Touren stehen zur Verfügung auf mobil.nrw. Detaillierte Tourenbeschreibungen informieren über Höhenprofil, Streckenlänge und Schwierigkeitsgrad. Außerdem können der Folder und die Wanderkarten als PDF sowie die einzelnen GPX-Dateien heruntergeladen werden. Weiter stark nachgefragt ist das Tourangebot auf komoot, dem Navigator für Outdooraktivitäten. „NRW entdecken“ gibt es auch als kostenlose Printausgabe in vielen Kundencentern der Verkehrsunternehmen, in Tourist-Informationen und bei vielen touristischen Zielen im Land.
Wanderbahnhof 2025 – ein Kleinod in Ostwestfalen-Lippe
Es musste nicht lange gesucht werden, für 2025 einen würdigen Nachfolger für Emsdetten (2022) zu finden. Die Auszeichnung schraubten der Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, Oliver Krischer, und der Bürgermeister Frank Hilker am 20. Juni gemeinsam an den Bahnhof der Kreisstadt des Landkreises Lippe in Detmold an. Die Infrastruktur bietet einen zentralen und modernen Verkehrsknotenpunkt. Ausgestattet mit einem personenbedienten Schalter der DB und des WestfalenTarifs, Gepäckfächern, dem direkt anschließenden Busbahnhof, benachbarten Fahrradparkhäusern, Ladeinfrastruktur für E-Autos, einer Leihstation für E- und Lastenräder sowie einem großzügigen Kiosk ist das unmittelbare Angebot mehr als komplett. Auch der Jugendtreff im Fürstenzimmer findet als öffentliche Einrichtung im Bahnhof Platz.


Natürlich stimmt auch die Wanderinfrastruktur. Eine große Infotafel auf dem Vorplatz zeigt: Hier verlaufen unter anderem der europäische Fernwanderweg E1, der Hermannsweg zum Detmolder Wahrzeichen, dem Hermanns-Denkmal im Teutoburger Wald, sowie der Cheruskerweg. 1880 wurde das Empfangsgebäude des Detmolder Bahnhofs im neogotischen Backsteinstil erbaut. Das imposante Gebäude erhielt sogar ein repräsentativ ausgestattetes Fürstenzimmer, das als exklusiver Warte- und Empfangsraum von der lippischen Fürstenfamilie und deren Gästen genutzt wurde, in Nordrhein-Westfalen eine bauliche Besonderheit. Dieses historische Denkmal wurde 2006 von Detmold erworben und das gesamte Areal seither sukzessive restauriert und modernisiert. Zudem trägt die Natur- und Kulturstadt die Titel „Deutschlands grünste Stadt“ (Gemeinde mit dem niedrigsten Versiegelungsgrad) und „Fußgängerfreundliche Stadt“ der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS).
